![]() |
Dramenprozessor » Autorenprojekt
DramenprozessorDRAMENPROZESSOR Der Dramenprozessor ist ein Förderprogramm für junge Schweizer Dramatiker und Dramatikerinnen. Das Programm erstreckt sich jeweils über eine ganze Spielzeit und wird im Zweijahresrhythmus durchgeführt. In monatlichen ca. einwöchigen Workshops entwickeln die Autorinnen und Autoren in Zusammenarbeit mit Theaterschaffenden aufführungsreife Stücke. In Form von Proben, Gesprächen, szenischen Umsetzungen und Schreibübungen wird an den entstehenden Stücken gearbeitet. Die Texte, die in diesem Prozess entstehen, werden in Zwischenpräsentationen und einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Es ist beabsichtigt, in einem nächsten Schritt eines oder mehrere dieser Stücke uraufzuführen. Seit der Gründung vor zehn Jahren entwickelte sich der Dramenprozessor zu einem der renommiertesten und erfolgreichsten Autorenprojekte im deutschsprachigen Raum und wird von der internationalen Fachwelt wahrgenommen. Im Rahmen des Förderprogramms entstanden bisher insgesamt 37 aufführungsreife Theaterstücke zeitgenössischer Nachwuchsdramatiker und -dramatikerinnen. Mittlerweile hat sich durch die kontinuierliche Förderung und die nachhaltige Zusammenarbeit eine ganze Generation von Schweizer Dramatikern herausgebildet, deren wichtigste Exponenten internationale Aufmerksamkeit geniessen und sich in der deutschsprachigen Theaterlandschaft durchzusetzen vermochten. Am letzten Dramenprozessor beteiligten sich Denise Rickenbacher, Dmitrij Gawrisch und Katja Brunner. Ihre Texte wurden am 19. Juni 2009 als szenische Lesungen präsentiert. Denise Rickenbacher thematisiert in „Jetzt noch nicht“ Heimat- und Identitätsfragen und verortet das Thema in einer Schweizer Familie. Aus einer gänzlich anderen Perspektive stellt sich Dmitrij Gawrisch dem Identitätsthema. Er schildert in seinem Migrationsstück „Brachland“ den Weg eines emigrierenden Brüderpaars aus Osteuropa. Katja Brunner schliesslich widmet sich einem gänzlich anderen Stoff. Formal eigenständig setzte sich die junge Autorin in ihrem Stück «Von den Beinen zu kurz» mit dem Thema Kindsmissbrauch auseinander. Über die Uraufführung der entstandenen Texte entscheiden die koproduzierenden Theater im Herbst 2010. Die nächste Durchführung des Autorenprojektes erfolgt in der Spielzeit 2011/2012. Die Ausschreibung hierzu ist ab kommenden Januar im Theater Winkelwiese erhältlich. Nähere Informationen zum Dramenprozessor und zum Bewerbungsmodus erfahren sie ab Januar 2011 über unsere Webseite www.winkelwiese.ch. Gesamtleitung: Stephan Roppel |